Bundessozialgericht hat in einem Verfahren der Künstlersozialkasse gegen die ITV Studios Germany für den TV-Produzenten entschieden.

In dem Verfahren ging es um die Frage, ob die Profitänzer der Sendung „Let’s Dance“ Künstler im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) sind und damit dem Grunde nach der KSK-Pflicht unterfallen.
In seinem Urteil vom 28. September 2017 entschied das Bundessozialgericht nun, dass ITV keine Künstlersozialabgabe für die Mitwirkung der professionellen Tänzer bei der Sendung „Let´s Dance“ (in dem Verfahren ging es zudem um die gleiche Frage in Bezug auf die Eistänzer in „Dancing on Ice“) entrichten muss. Denn bei den (Eis-)Tänzern handele es sich, so das BSG, um Sportler und nicht als Künstler im Sinne der Künstlersozialversicherung.
Daran ändere sich auch nichts, wenn der Tänzer in einem Unterhaltungsformat des sogenannten „Factual Entertainment“ eine eigenständige Leistung erbringt. Entscheidend sei vielmehr, wie die konkrete Tätigkeit der Tänzer im Kontext der Fernsehshows zu beurteilen ist. Denn die Tänzer präsentieren in den Shows schwerpunktmäßig ihren Tanz als professionellen Leistungssport, nicht aber als darstellende Kunst.


Quelle:
BSG, Pressemitteilung 49/2017 vom 28. September 2017